Petra in Petra Jordanien

Jordanien – Planung der Rundreise

Es ist einfach großartig, wenn langersehnte Reiseträume in Erfüllung gehen. Jordanien mit der Felsenstadt Petra ist seit Jahren auf meiner Reisewunschliste ganz weit oben. Und jetzt klappt es. Der Flug ist gebucht: direkt ab München mit der Royal Jordanien Airlines ist man in 4 Stunden in Amman. Wir bleiben 2 Wochen und das ist doppelt so lange wie die meisten Rundreisen der Veranstalter dauern. Jetzt mache ich mich an die Detailplanung der Reise im Land. Gelesen habe ich schon viel.
Nach Rückkehr von der Reise, habe ich noch zusätzliche Planungstipps ergänzt und die Beiträge verlinkt (s. Reiseroute).

Literatur und Blogs für Jordanien

Reiseführer und Bildband über Jordanien

Ohne Reiseführer geht es nicht, trotz aller tollen Informationen in Netz. Nur dann habe ich kompakt alle Infos zusammen, kann Seiten markieren und auch zum Nachschlagen vor Ort ist ein Buch einfach praktisch. Richtig gut und übersichtlich finde ich den Reiseführer von Reise-Know-How: Will Tondok, Jordanien.

Zum Geburtstag habe ich auch einen wunderschönen Bildband bekommen mit vielen zusätzlichen Anregungen, abseits der Routen, die Reiseveranstalter ansteuern (deren Angebote sehe ich mir natürlich auch an).

Gute Blogs und Seiten im Netz über Jordanien

Die nachfolgenden Links sind sicher keine komplette Aufstellung, aber auf allen Seiten habe ich richtig gute und aktuelle Infos gefunden:

  • Wild Jordan mit ausführlichen Beschreibungen der verschiedenen Wanderungen in den Parks und direkter Buchungsmöglichkeit.
  • Paradise found Reiseblog mit guten Tipps für Mietwagen und Routenplanung
  • Edeltrips Ausführliche Beschreibung einer zweiwöchigen Rundreise mit zahlreichen Restauranttipps
  • Viel unterwegs Reiseblog über eine einwöchige Rundreise
  • Lilies-diary Bericht über eine einwöchige Rundreise

Unsere Reiseroute durch Jordanien

Obwohl Jordanien mit einer Fläche von rund einem Viertel von Deutschland ja kein großes Land ist, ist die optimale Reiseplanung für zwei Wochen eine Herausforderung. Denn es gibt so viel zu erleben und da ich gerne wandern gehe, sollte für verschiedene Naturparks Jordaniens Zeit sein.

Deshalb war die Seite von Wild Jordan – die offizielle Seite für die Naturparks mit direkter Buchungsmöglichkeit der Unterkünfte – meine erste Anlaufstation. Aber egal, wie ich die die Route durchs Land plante, waren die Unterkünfte sowohl im Mujib Bioshere Reserve als auch in Dana Biosphere Reserve bereits ausgebucht. Hier war ich mit der Planung rund zwei Monate vor Reisebeginn definitiv zu spät dran.

Die Reiseroute habe ich deshalb unabhängig von meinen ursprünglich geplanten Wunschunterkünften in den Naturparks geplant und alle Unterkünfte bei Booking.com gebucht. Start der Reise ist in Amman.

Die Stationen unserer Rundreise durch Jordanien

Die einzelnen Beiträge im Blog sind verlinkt (rote Auszeichnung).

Amman (3 Übernachtungen)

1. Tag: Besichtigung von Amman
2. Tag: Rundfahrt zu den Wüstenschlössern östlich von Amman
3. Tag: Fahrt in den Norden nach Jerash, Ajlun und weiter wieder in den Süden nach Madaba

Madaba (2 Übernachtungen)

4. Tag: Madaba, Mount Nebo und Umm er Rasas
5. Tag: Fahrt von Madaba zum Dana Bioshere Reserve, unterwegs Besichtigung der Festung von Kerak

Dana Bioshere Reserve (2 Übernachtungen)

6. Tag: Wanderung im Dana Bioshere Reserve
7. Tag: Weiterfahrt nach Petra und erste Besichtigung

Petra (3 Übernachtungen)

8. und 9. Tag in Petra

10. Tag: Fahrt zur Wadi Rum (2 Übernachtungen)

11. Tag: Wadi Rum

12. Tag: Fahrt ans Tote Meer (2 Übernachtungen)

13. Tag: Wanderung im Wadi Mujib (Siq Trail); der Siq Trail war dann leider nicht möglich, da wegen eines bevorstehenden Unwetters der Trail für mindestens drei Tage gesperrt war.

14. Tag: Abreise und Fahrt zum Flughafen

Die Reiseroute empfanden wir beide als optimal für die zwei Wochen. Auch wenn die letzte Wanderung im Wadi Mujib nicht mehr möglich war. Der Tag zum Abschluss am Toten Meer war recht entspannend.
Wer weniger Zeit hat, kann straffen: die Tour zu den Wüstenschlössern muss nicht unbedingt sein, nur eine Nacht im Wadi Rum verbringen und einen Tag weniger in Petra; wer nicht wandern will, kann auch auf die Übernachtung im Dana Biospere Reserve verzichten.

Unser Mietwagen

Weil wir gerne flexibel reisen, unabhängig sein wollen und auch keine Lust haben, Stunden auf irgendwelche Busse zu warten oder im Schlepptau einer Gruppe zu reisen, ist ein Mietwagen perfekt. Dadurch ist man einfach unabhängig und spart viel Zeit bei der Organisation vor Ort. Die Straßen in Jordanien sind gut ausgebaut und auch die Mietautos in einem guten Zustand. Gebucht haben wir bei Car del Mar. Hier lohnt es sich, vor der Buchung den Newsletter zu bestellen. Wir haben dann ein besonderes Angebot bekommen und 8% gespart. Die zwei Wochen kostet ein Peugeot 206 mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung rund 400 Euro.

Bekommen haben wir dann tatsächlich ein ganz anderes Auto (Upgrade), mit dem wir (nach dem ersten optischen Schock wegen des Spoilers) dann ganz zufrieden waren, da es einfach geräumiger war.

Insgesamt sind wir rund 1400 km gefahren. Der Benzinpreis lag im Oktober 2019 bei 0,77 JD (ca. 1 €).
Was richtig lästig ist, sind die Schwellen auf den Straßen, die meistens nicht angekündigt sind und auch leicht übersehen werden können. Sobald ein Haus links oder rechts der Strecke kommt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Schwelle hoch.
Wichtig ist die Navigation (s. unten).

Der Jordan Pass

Der Jordan Pass berechtigt zum kostenlosen Eintritt zu 40 Sehenswürdigkeiten, auch dabei sind der Eintritt für die Felsenstadt Petra, die historische Stadt in Jerash, die Zitadelle in Amman, das Wüstental Wadi Rum und die Kreuzritterburg Kerak. Der Preis hängt von der Aufenthaltsdauer in Petra ab. Von 70 Dinar (für einen Tag in Petra), 75 Dinar (zwei Tage) bis 80 Dinar für den Drei-Tages-Pass. Wir haben die Variante für 3 Tage in Petra bestellt.

Außerdem entfallen die Visagebühren in Höhe von 40 Dinar bei der Einreise, wenn der Pass vor der Reise erworben wurde und der Nachweis am Flughafen vorgezeigt wird. Die Einreise wird dadurch auch beschleunigt. Der Pass kann online unter www.jordanpass.jo beantragt werden und man bekommt auch noch jede Menge Infomaterial zum Download.
Der Jordan Pass hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Quelle: http://www.jordanpass.jo – alle Sehenswürdigkeiten, die im Jordan Pass inklusive sind

Weitere praktische Tipps

Nach Rückkehr von unserer Reise habe ich noch einige praktische Tipps zusammengefasst:

Geld und Geldwechsel

Nach der Ankunftshalle im Flughafen sind alle wichtigen Banken mit Schaltern und/oder Automaten vertreten. Dort bekommt man auch normale Wechselkurse – nicht jedoch in der Halle der Gepäckausgabe, wo die Kurse schlecht sind.
Im ganzen Land gibt es auch in kleineren Orten Bankautomaten, von denen auch mit EC-Karten problemlos Geld abgehoben werden kann.
Kreditkarten werden zumindest in besseren Restaurants und Hotels akzeptiert.
Im Wadi Rum sind nur Barzahlungen möglich, auch im Dana Bioshere Reserve mussten wir bar bezahlen (da ist nächste Wechselmöglichkeit weit entfernt).
Am Ende der Reise kann man auch im Duty Free Shop noch mit JD bezahlen. Auch nach dem Einchecken gibt es noch eine Bank zum Zurücktauschen des restlichen Geldes.

Simkarte

In der Empfangshalle sind alle drei großen Anbieter mit Ständen vertreten: Orange, zain und umniah.

Ich habe mir für 2 Wochen eine Simkarte von umniah geholt, die 16 JD gekostet hat. Diese wurde auch gleich aktiviert und die Verbindungen waren immer okay. Für 10 Tage gibt es ein spezielles Touristenangebot für 10 JD.

Für die jordanische Simkarte habe ich mein altes Handy verwendet. So hatte ich keine Probleme mit WhatsApp und gleichzeitig die Möglichkeit, das Handy auch unterwegs als persönlichen Hotspot zu verwenden.

Ohne Navigation ist es nicht möglich, sich auf Jordaniens Straßen zurecht zu finden. GoogleMaps hat meistens gut funktioniert. Vor der Reise hatte ich mir auch schon die App HERE We Go organisiert und die Karte für Jordanien geladen (alles gratis). Die Navigation ist damit vor allem auf kleineren Straßen besser als mit GoogleMaps. Außerdem ist die Navigation (nach Download der Karte) auch ohne Internetverbindung möglich.

Tipps fürs Reisegepäck

  • Kfz-Ladekabel fürs Handy im Auto (für Zigarettenanzünder)
  • Stecker (wie in England gebräuchlich)
  • schnell trocknendes Handtuch (für Zeltübernachtung)
  • Hüttenschlafsack (wäre im Wadi Rum gut gewesen)
  • bequeme Schuhe (für den Besuch von Petra unbedingt erforderlich)
  • Sonnenschutz (Kappe, Hut, Brille)
  • Sonnenmittel
  • Trinkflasche

Petra in Petra – meine Geschenke

Familie, Freunde und Nachbarn haben mir zu meinem 60. Geburtstag finanzielle Zuschüsse für die Reise geschenkt. Und sie alle möchte ich in diesem Blog nach Jordanien mitnehmen. Danke nochmals an alle für das tolle Geschenk!

Weil meine Geldgeschenke so phantasievoll verpackt waren, habe ich Fotos davon gemacht und hoffe, dass es in Echt genauso schön ist 😉.

Petra in Petra Jordanien
Petra in Petra

4 Gedanken zu “Jordanien – Planung der Rundreise

  1. Liebe Petra,

    es ist ja unglaublich, jetzt muss man nicht nur in Deutschland ein Jahr vorher eine Ferienwohnung buchen, auch in Jordanien ist Monate vorher schon alles ausgebucht. Das ist echt der Hammer !!

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  2. Jordanien ist ein faszinierendes Land mit unglaublich hilfsbereiten Menschen. Ich war im letzten November alleine mit dem Mietwagen unterwegs und habe mich immer sicher gefühlt. Der Verkehr in Amman ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Wenn ihr zu zweit seid, und einer fährt und der andere nach dem Weg schaut, dürfte es ok sein. Wenn dich meine Erfahrungen interessieren, schau doch mal hier und in die Fortsetzungen.
    https://wanderlustig2019.wordpress.com/2018/11/20/jordanien-rundreise-im-november-2018-1/
    Auf jeden Fall kannst du dich sehr auf diese Reise freuen !

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