Jodhpur Rajasthan

Jodhpur – die blaue Stadt, unsere 4. Station in Rajasthan

Wieder sind es gute 300 km, die Jodhpur von Jaisalmer trennen. Nisar, unser erfahrener Fahrer, rechnete mit 6 Stunden, natürlich mit Pausen und Besichtigungsstopps.


Osian liegt auf der Strecke mit seinen schönen Hindu- und Jaintempeln. Viele indische Familien, mit bunten Opfertellern, waren an diesem Tag dort, denn es war das Shivafest, im Hinduismus ein wichtiger Feiertag.
Von den Tempeln war vor allem der Sonnentempel mit seinen feinen Ornamenten beeindruckend.

In Jodhpur angekommen, hat Nisar noch einen Stopp beim Mandore-Park eingelegt, eine kleine grüne und blühende Oase. Wegen des Feiertags waren auch dort indische Familien in ihren Festtagsgewändern unterwegs.

Dann ging es weiter ins Zentrum von Jodhpur, direkt zum Clocktower. Von dort aus brachte uns ein Tuk-Tuk direkt zum Hotel, dem Thikana Heritage in einer völlig untouristischen Gegend unterhalb des Forts – mitten im echten Leben.

Jodhpur wird auch als „Blaue Stadt“ bezeichnet. Grund sind die fast ausschließlich in verschiedenen Blautönen gestrichenen Häuserfassaden. Die Farbe soll zum einen einen Schutz gegen Termiten und Moskitos bieten und zum anderen eine kühlende Wirkung haben. Es machte Spaß durch die Gassen zu spazieren, und auch entlang der Marktgasse gab es so viel zu entdecken. Eine völlig andere Welt. Das Einzige, was an das Jahr 2020 erinnert, sind die auch hier überall vorhanden Handys.

Das Verkehrsmittel der Wahl sind die Tuk-Tuks: sie stehen an allen Ecken und die Fahrer bringen einen für wenig Geld routiniert, begleitet mit dem üblichen Gehupe, überall hin.

Der Stufenbrunnen diente früher als Waschplatz und war Frauen vorbehalten. Heute vergnügt sich dort die männliche Jugend und mit abenteuerlich anmutenden Sprüngen stürzen sie sich ins kalte Nass. Hier lässt es sich super entspannen.

Der Stufenbrunnen

Meherangarh Fort

Am Vormittag des zweiten Tages sind wir gemütlich zum Haupteingang des Forts gewandert, das direkt oberhalb des Hotels liegt. Beeindruckend sind die Ausmaße der Anlage. Sie liegt gut 120 Meter über der Stadt auf einem Felsen und ist durch 7 Festungstore erschlossen, der Hauptzugang führt über das Jaya Pol. Der Andrang war groß. Vor allem nutzten auch viele Inder das Wochenende zur Besichtigung.

Jodhpur Rajasthan

Ausgestattet mit dem Audioguide ließen wir uns durch das Fort leiten. Es lohnt sich, die einzelnen Stationen zu hören, denn viele Informationen helfen beim Verständnis des damaligen Lebens, ob es um den Sati-Kult geht, den Gebrauch von Opium oder um die Krönung des heutigen Maharadja.

Jaswant Thada

Eine Oase der Ruhe ist der vom Fort aus nahegelegene Jaswant Thada, das Grabmal des 1895 verstorbenen Maharadjas und aller Herrscher nach ihm.

Umaid Bjawan Palace

Der fünf Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernte Palast wurde ab 1920 von über 3000 Arbeitern in 15 Jahren errichtet: angeblich sind es insgesamt 348 Zimmer. Ein Teil ist heute ein Luxushotel, ein anderer kann besichtigt werden. Interessant sind auch die im Gebäude gegenüber ausgestellten Oldtimer, u.a. zwei Rolls Royce aus den 30er Jahren, Cadillacs aus den 40er Jahren und ein Mercedes.

Unser Hotel in Jodhpur

The Thikana Heritage liegt rund 10 Minuten Fußweg vom Clocktower entfernt in einer überhaupt nicht touristischen Gegend. Das Haus ist über 300 Jahre alt und umfassend renoviert. Die Zimmer sind schön eingerichtet und haben viel Atmosphäre. Der Blick von der Dachterrasse ist einfach toll, zum Fort und über die Stadt bis zum Umaid Bjawan Palace.

Gut gefallen hat mit auch das JHANKAR Choti Haveli, das in der Nähe des Stufenbrunnens liegt. Im schönen Innenhof habe ich sehr gutes Mangolassi getrunken. Der freundliche und sechs Sprachen sprechende Eigentümer hat mir zwei Zimmer gezeigt, die ich beide toll fand.

Restaurant-Tipps für Jodhpur

Da die Autoren des Reise Know-how empfehlen, in den Dachrestaurants der besseren Hotels zu essen, sind wir diesem Rat gefolgt. Am ersten Abend hatten wir das bislang allerbeste Essen im Restaurant Indique des schönen Hotels Pal Haveli. Es war nur wenig teurer als in den Restaurants bisher und man sitzt hier bei Kerzenschein richtig gemütlich mit Blick auf den Clocktower und das Fort.

Am zweiten Abend ging es in die günstigere Variante des Pal Haveli, ins Dachrestaurant Panorama des Haveli Inn Park, das durch den gleichen Innenhof erreichbar ist. Die Terrasse liegt noch ruhiger und das Essen ist genauso gut; ich denke, es kommt aus der gleichen Küche.

Die nächste Station ist Udaipur
Zur Reiseplanung

3 Gedanken zu “Jodhpur – die blaue Stadt, unsere 4. Station in Rajasthan

  1. Hallo Petra und Michael,

    es ist ja unglaublich, wieviele Fort’s und Tempel Ihr da in der kurzen Zeit Eures Aufenthalts schon besichtigt habt. Und eine Kulturstätte nach der anderen mit tollen Verzierungen ( der Pfau ist ja unschlagbar ) und Ornamenten, fantastisch bearbeitet ……. was für ein Aufwand steckt da dahinter. Unglaublich schön !
    Und die schönen Menschen und die bunten Märkte, ein tolles Erlebnis diese Reise. Wir wünschen Euch weiter so erlebnisreiche Tage !!

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    1. Vielen Dank 🙏
      Das Essen finde ich auch großartig, die Menschen sind unglaublich freundlich und es gibt so viel zu sehen. Zwei Wochen sind einfach zu kurz.

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