Pushkar – unsere 7. Station in Rajasthan

Nicht mal 200 Kilometer sind es von Bundi nach Pushkar. Wieder gab es so viel zu sehen unterwegs. Bei jeder Ortsdurchfahrt, die teilweise nur im Schritttempo möglich war, ist man nah am täglichen Leben, das zum großen Teil auf der Straße stattfindet. Zurzeit ist Guavenernte und die frischen Früchte werden am Straßenrand gleich vom Motorrad weg verkauft. Nisar hat fachmännisch geprüft und die besten Früchte für uns ausgewählt. Richtig erfrischend.

Zwei Tage nacheinander so lange im Auto zu sitzen, finde ich echt anstrengend. Irgendwann habe ich dann GoogleMaps konsultiert: für die letzten 38 km wurde noch 1 Stunde und 20 Minuten berechnet und so lange hat es dann tatsächlich auch noch gedauert!

In Pushkar hat Nisar für uns ein 4-Sterne-Hotel gebucht, das am Ortsrand liegt. Unser erster Spaziergang zum Zentrum und zum See von Pushkar zog sich, bei mittlerweile 28 Grad.
Der Ort selbst ist ziemlich touristisch, ein Verkaufsstand ist am anderen. Das Publikum ist anders als bisher auf der Reise: es sind viele junge Aussteiger hier, Yogafans und alternative Ältere.
Durch die Marktstraße rasen Motorräder hautnah an einem vorbei. Am See direkt ist die Atmosphäre dagegen absolut ruhig und entspannend.

Pushkar-See

Pushkar ist einer der ältesten und berühmtesten Wallfahrtsorte Indiens, nach der Tradition die einzige Stätte, an der der Schöpfergott Brahma verehrt wird. Als besonders heilig gilt dabei der Pushkar-See, in dessen Wasser ein Hindu mindestens einmal in seinem Leben ein Bad genommen haben soll. Dafür sind am See über 50 Treppenzugänge angelegt, die sogenannten Ghats. Ab einer markierten Stelle der Treppe muss man die Schuhe ausziehen und es geht barfuß oder in Strümpfen weiter. Es machte Spaß, den See zu umrunden und es war interessant, die Gläubigen zu beobachten, mit welcher Hingabe sie sich in das immer noch recht kühle Wasser gleiten ließen.

Am zweiten Tag sind wir zum Saraswari-Tempel, der über rund 1000 Stufen in einem Anstieg von einer halben Stunde erreicht wird. Besucht wird auch auch von vielen indischen Paaren, da eine Opfergabe es sichern soll, dass der Ehemann nicht vor seiner Frau stirbt. Es geht den Witwen offensichtlich immer noch recht schlecht in Indien.
Wir haben die schöne Aussicht genossen: auf den Pushkar-See, die umliegenden Hügel und die fruchtbare Landschaft.

Beim Tempel und auch entlang des Weges waren viele Affen. Einer Besucherin des Tempels hat ein Affe, während sie den Tempel besichtigte, sogar die Turnschuhe geklaut und über die Böschung ins Gestrüpp geworfen.

Da es mir seit dem Abend zuvor nicht so gut ging, haben wir den Nachmittag faul am Pool relaxed, bevor wir uns am späten Nachmittag nochmals in den Ort aufmachten.

Unser Hotel in Pushkar

Das Hotel Brahma Horizon liegt gut einen Kilometer vom See entfernt. Das Haus wurde erst 2017 eröffnet, ist sehr gut ausgestattet und hat sogar einen Swimmingpool. Mir persönlich fehlte hier das Landestypische und die Atmosphäre. Das Personal ist jedoch überaus freundlich und hilfsbereit. Das Frühstücksbüffet war grandios.

Restaurant-Tipps für Pushkar

Gemütlich und ruhig sitzt man in dem kleinen Innenhof des Om Shiva Garden Restaurants beim Zugangsweg zum Sunset-Point (vor dem großen Hotel am See auf der linken Seite). Hier gibt es sogar Pizza vom Holzofen. Und es steht Bier auf der Getränkekarte, obwohl Alkohol und auch Fleisch in der heiligen Stadt Pushkar eigentlich nicht zu bekommen sind.

Pushkar Rajasthan

Om Shiva Garden Restaurant

Den ersten Abend haben wir im Hotel sehr gut gegessen und wurden sehr aufmerksam von einem jungen Ober bedient.

Den zweiten Abend im Seventh Heaven – ist auch ein schönes Hotel – auf einer Dachterrasse gut und sehr günstig gegessen.

Die nächste Station ist Jaipur
Zur Planung der Rundreise

Ein Gedanke zu “Pushkar – unsere 7. Station in Rajasthan

  1. hallo Petra,

    das war ja wieder einmal ein hochinteressanter Tag mit Schwerpunkt : Das Leben auf der Straße. Da geht die Post ab, das ist Wahnsinn. Vom Verkehr einmal abgesehen, da geht ja sowieso alles drunter und drüber, was die da alles auf Rädern und sonstigen sogenannten Verkehrsmitteln transportieren, das ist schon sehenswert. Und die Farbenpracht dazu, das ist Exotik pur ……. aber auch schöne Landschaftsbilder, rundum ein interessanter Tag.

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