Jaipur Rajasthan

Jaipur – unsere 8. Station in Rajasthan

Jaipur, die Hauptstadt von Rajasthan mit ihren 3,5 Millionen Einwohnern ist unser nächstes Ziel auf unserer Reise. Wie immer war Nisar, unser Fahrer, pünktlich da und für die rund 160 km haben wir mit einem kurzen Stopp zum Lassi-Trinken (sehr gut bei Lassi Wala in Jaipur) rund 3 Stunden benötigt.

In Jaipur hat Nisar für uns ein Hotel etwas außerhalb gebucht, in dem gerade die Vorbereitung für eine Hochzeit in vollem Gange war. Noch etwas weiter außerhalb liegt das Amber Fort, zu dem uns Nisar nach einem kurzen Stopp im Hotel gefahren hat.

Amber Fort

Ich habe nicht mitgezählt, wie viele Forts wir bereits besichtigt haben, aber das Amber Fort ist ganz besonders sehenswert. Schon der Blick von unten ist spektakulär. Innen bestimmen riesige Innenhöfe und prachtvoll gestaltete Räume die Atmosphäre.

Auf dem Rückweg vom Fort: auch für Rajasthan ungewöhnliche Verkehrsteilnehmer.

Shoppen in Jaipur

Nicht nur Nisar hat uns gesagt, auch im Reiseführer stand, dass man in Jaipur günstig einkaufen kann und Kleidung besonders gut geschneidert wird. Beim Besuch einer Textilfabrik konnten wir beobachten, wie Tücher im Handdruck gefertigt werden – ein äußerst aufwändiges Verfahren, denn jede Farbe wird getrennt mit einem Stempel aufgetragen.
Klar, dass wir auch noch etwas eingekauft haben. Abends wurde das maßgeschneiderte Hemd dann ins Hotel geliefert.

Jal Mahal

Der Palast Jal Mahal im künstlich angelegten Man-Sagar-See wurde bereits im 17. Jahrhundert gebaut. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel für indische Familien. Entlang der Uferpromenade gab es zahlreiche Verkaufsstände mit Kunsthandwerk, Kleidung, Spielsachen und Essständen. Beliebt ist es auch, sich dort in Verkleidung fotografieren zu lassen. Wir waren zum Sonnenuntergang dort, eine schöne Stimmung.

Der Stadtpalast in Jaipur

Am nächsten Morgen hat uns Nisar gleich nach dem Frühstück zum Stadtpalast gefahren, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Jaipur. Dort muss man erstmal die Entscheidung treffen, ob man auch die Chandra Mahal, die prächtigen Privaträume besichtigen möchte. Das ist für einen Aufpreis von 3500 Rupien möglich, immerhin 46 Euro pro Person. Wir haben deshalb darauf verzichtet. Denn auch so gibt es im Palast genug zu sehen: Innenhöfe, wie den Mubarak Mahal mit dem wunderschönen zweistöckigen Marmorpalast, den Pitam Niwas Chowk mit den Jahreszeitentüren, Ausstellungen mit Kleidung, Schmuck, Bildern und Waffen sowie die größten Silbergefäße weltweit (345 kg schwer mit einem Fassungsvermögen von über 4000 Litern).
Kein Wunder, dass der Palast schon bei einigen Bollywood-Filmen als Kulisse diente.

Freiluftobservatorium Jantar Mantar

Das Jantar Mantar liegt nur wenige Ecken vom Palast entfernt. Ungewöhnlich, dass eine Sternwarte mitten in der Stadt errichtet wurde, aber der Stadtbegründer war begeisterter Astrologe und ließ um 1730 dieses Observatorium errichten, das seit 2010 auf der Liste der UNESCO-Welterbestätten steht.
Auf den ersten Blick wirkt die Anlage eher wie ein Skulpturenpark. Beschreibungen erklären, welchen Zweck die einzelnen Messinstrumente dienen, die alle aus Marmor und Sandstein gefertigt wurden. Am größten ist die 30 Meter hohe Sonnenuhr.

Spaziergang durch Jaipur

Am Nachmittag haben wir uns einfach durch Jaipur treiben lassen, die zahlreichen Basare besichtigt, Menschen beobachtet, von Dachterrassen die Aussicht genossen und einige Male unter abenteuerlichen Bedingungen die Straßen überquert.

Der Palast der Winde, Hawa Mahal

Der Palast der Winde gilt heute als ein Wahrzeichen der Stadt. Er gehört zu den meist fotografierten Gebäuden Indiens. Vor allem nachts strahlt er eine besondere Faszination aus. Das 1799 errichtete Gebäude besteht eigentlich nur aus einer Fassade mit Treppen, um die insgesamt 953 Nischen und Fenster zu erschließen. Er diente alleine dazu, den Haremsdamen den Ausblick auf die Festumzüge zu ermöglichen, ohne selbst gesehen zu werden.

Der Palast der Winde, das Hawa Mahal

Unser Hotel in Jaipur

Das Hotel Crimson Park liegt rund 6 km außerhalb vom Zentrum gleich in der Nähe des Jal Mahal.

Mit dem Tuk-Tuk dauerte die Fahrt ca. 15 Minuten und kostete 100 bis 150 Rupien. Von außen sieht das Haus ganz schön aus. Das Frühstück war in Ordnung.

Restaurant-Tipps für Jaipur

In der Nähe unseres Hotels haben wir kein Restaurant gefunden, was uns richtig gut gefallen hätte. Deshalb ließen wir uns am ersten Abend mit dem Tuk-Tuk in die Innenstadt fahren. Auch hier ist die Auswahl nicht besonders groß. In einem Durchgang auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Minarett Iswari Minar Swarga Sal ist das Midtown, ein Dachrestaurant mit toller Aussicht.
Das ausschließlich vegetarische Essen war sehr gut und es gab auch Bier (auf der Rechnung als „Cake“ bezeichnet). Zu empfehlen sind die Frühlingsrollen. Auf der Speisekarte stand sogar eine „Vodka Pizza“, eine Spezialität, die selbst unsere italienischen Freunde nicht kennen.
Mittags am nächsten Tag waren wir für eine kurze Pause nochmals dort.

Für eine gemütliche Pause bietet sich The Tattoo Cafe & Lounge an, das auf dem Dach direkt gegenüber des Palasts der Winde liegt. Natürlich hat man von dort eine tolle Aussicht. Die Getränke sind zwar etwas teuer, aber das Mango-Lassi war sehr gut. Das Restaurant ist sehr gepflegt und die Speisekarte vielfältig.

Abends haben wir uns dann entschieden, die von Nisar empfohlene Tanzshow in einem Restaurant zu besuchen. Neben einigen Touristen, waren waren auch viele indische Gäste dort, die für Stimmung gesorgt haben. Das Essen war sehr gut, Musik und Tanzeinlagen sehr unterhaltsam.

Die nächste Station ist Agra, das Taj Mahal
Zur Planung der Rundreise

Ein Gedanke zu “Jaipur – unsere 8. Station in Rajasthan

  1. Das Amberfort und der Stadtpalast von Jaipur toppen alle bisherigen Fort’s und Paläste Eurer Indienreise.
    Unglaublich schön der Pfau, der Schmuck, die Kleider und alle sonstigen Räume und Innenhöfe. Es wird von Tag zu Tag spektakulärer …….. eine ganz tolle Reise !

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