Swakopmund und Walvis Bay

Nach einem tollen Frühstücksbüffet in der Dead Valley Lodge machten wir uns auf den Weg nach Swakopmund, unserer nächsten Station. Insgesamt 350 Kilometer, davon 300 Kilometer auf Schotter, lagen vor uns. Auch diese Strecke bietet viel Abwechslung, atemberaubende Landschaften und tolle Ausblicke. Anfangs geht es durch eine Steppenlandschaft, dann durch rote Sanddünen. 

Es lohnt sich, in Solitaire einen Stopp einzulegen: dort gibt es in der Bäckerei McGregor hausgemachten Apfelkuchen mit Streuseln, Zimt und Rosinen. Wir haben uns zwei Stücke mitgenommen und bei einem späteren Pause genossen. 

Kurvenreich wird die Stecke beim Gaub CanyonKuiseb Pass und bei der Durchquerung des Kuiseb Canyon mit seinen schroffen Felsen. Die letzten 100 Kilometer bis Walvis Bay geht es eben dahin, in einer relativ monotonen Landschaft. Schön ist dann die Strecke zwischen Walvis Bay und Swakopmund, die direkt am Atlantik entlangführt. Gut verständlich, dass hier zahlreiche Ferienhäuser stehen. 

Swakopmund 

In Meike’s Guesthouse wurden wir schon erwartet und überaus herzlich begrüßt, auch hier als die ersten Gäste aus dem Ausland seit einem halben Jahr. Viele Einwohner in Swakopmund haben deutsche Wurzeln, rund 10 Prozent der 34.000 Einwohner. Auch Straßen und Geschäfte tragen oft deutsche Namen. Auch Meike kommt ursprünglich aus Bremen und ist jetzt seit 30 Jahren in Namibia.

In Swakopmund war es extrem windig und auch kalt, sodass wir froh um unsere wärmsten Jacken waren. Nach einem ersten Rundgang durch den Ort und am Strand haben wir guten Fisch im Swakopmund Brauhaus gegessen. Zum ersten Mal auf der Reise hat man dort die Hygienevorschriften weitgehend ignoriert.

Was uns am nächsten Tag aufgefallen ist: die Corona-Krise hat hier extreme wirtschaftliche Folgen hinterlassen. Zahlreiche Geschäfte stehen leer und auf der Straße wird gebettelt. 

Noch im morgenlichen Nebel sind wir auf den Turm des Woermann-Hauses. Das gut restaurierte Gebäude aus dem Jahr 1903 war der Wohn- und Firmensitz der damals bedeutendsten Handelsgesellschaft, die seit 1884 auch die wichtigste Reederei für Afrikafahrten war (dem Jahr, als Deutsch-Südwestafrika zur deutschen Kolonie wurde).

Nach einem Bummel durch verschiedene Läden im Areal um das Swakopmund Brauhaus, sind wir die etwas über 30 Kilometer bis Walvis Bay gefahren. Mittlerweile hatte sich der Nebel verzogen, aber es wehte immer noch ein kalter Wind.

Walvis Bay 

Der Ort mit rund 62.000 Einwohnern war vor einigen Wochen völlig abgeriegelt, da sich hier die Corona-Erkrankungen häuften. Als der bedeutendste Seehafen Namibias ist Walvis Bay durch die Schiffsbesatzungen einem höheren Risiko ausgesetzt.
Viele der Bewohner leben heute noch vom Fischfang.

Nach einem kurzen Spaziergang entlang der inneren Lagune, wo schöne Ferienhäuser und Hotels stehen, sind wir zurück an die Waterfront. Hier gibt es Pelikane und auch Seehunde, die völlig zutraulich sind.

Viele der Restaurants waren wegen des Wochendes gut besucht. Wir haben einen Tisch auf der Terrasse von Anchors@the Jetty bekommen und dort in der Sonne sitzend, aber bei frischen Temperaturen, gegrillte Calamari gegessen. 

Ein abschließender Abstecher auf der Straße in Richtung Sandwich Harbour führte an Lagunen vorbei, wo tausende Flamingos zu sehen waren.

Für den Abend hatte uns Meike den besten Tisch im Restaurant The Tug reserviert. Mit Blick auf die Jetty, den Steg, gab es zum Sonnenuntergang tolles Essen. Für mich zum ersten Mal Hummer, der großartig zubereitet war.

Meike’s Guesthouse

Das Guesthouse mit seinen sechs Zimmern ist eine grüne Oase mit einem liebevoll gepflegten Garten. Die Zimmer sind geräumig, schön ausgestattet und alles ist total sauber.
Meike ist eine äußerst aufmerksame und hilfsbereite Gastgeberin. Das Frühstück ist besonders gut, vor allem die selbst gemachten Marmeladen, und reichhaltig. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt!

Meike (Mitte),
Klaus und Meta (unten)

Ein Gedanke zu “Swakopmund und Walvis Bay

  1. Hallo Petra und Michael,

    wir sind auch wieder zurück von unserem Urlaub in Südtirol und Venetien und bestaunen gerade Eure wunderschönen Bilder.
    Ich hatte ja nicht gedacht, dass Ihr in Namibia eine warme Jacke baucht, blauer Himmel und viel Sonne, aber kalter Wind, aber den sieht man ja auf den Fotos nicht. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass Ihr die ersten Gäste seid seit einem halben Jahr …… aber es traut sich wohl niemand so weit zu fliegen. Selbst Venedig haben wir vor Tagen noch nie so leer gesehen ……

    Liebe Grüße und weiter viel Spaß, Walter

    Liken

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