Teneriffa im März 2021

Vor mehr als 25 Jahren waren wir mit unseren beiden Söhnen auf Teneriffa. Nachhaltig beeindruckt hat mich die Landschaft um Masca. Und weil wir allen Menschenmengen aus dem Weg gehen wollten, habe ich in dieser abgeschiedenen Gegend bei Booking.com ein Traumhaus gefunden: Casa Rural La Tinta in Carrizales Bajo. Es liegt nahezu am Ende der Straße (noch rund 5 km nach Masca) mit einer abenteuerlichen Anfahrt über zahlreiche Serpentinen.

Die vier Tage dort haben wir sehr genossen, auch wenn Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten weiter weg sind. Während unseres Aufenthalts hatten viele Restaurants geschlossen bzw. waren nur bis 17 Uhr geöffnet.
Absolut empfehlenswert ist das Restaurante Mesón del Norte in Las Portelas. Hierher kommen die Einheimischen auch von weiter weg.

Los Carrizales Bajo, Casa Rural La Tinta
Casa Rural La Tinta in Carrizales Bajo

Nur vier Kilometer vom Häuschen entfernt: Abendstimmung am Mirador Altos de Baracán.

Unsere Aktivitäten auf Teneriffa

Wanderung nach Masca

Direkt von der Casa Rural La Tinta gehen einige schöne Wanderwege ab. Am ersten Tag sind wir fast 500 Höhenmeter bis zum Camino de La Cumbre, von dort aus etwa 3 km nach Südosten und über den Mirador Cruz de Hilda bis nach Masca gewandert. Selbst in Masca, das sicher ein touristisches Highlight ist, war wenig los. So haben wir uns im vegetarischen Restaurant El Guanche – Alte Schule auf der Terrasse mit Blick in die Schlucht verwöhnen lassen.

Blick auf Masca

Der berühmte Wanderweg durch die Schlucht von Masca ans Meer, der aus Sicherheitsgründen lange Zeit geschlossen war, ist jetzt wieder offen. Allerdings ist die Anzahl der Personen limitiert und man muss sich registrieren lassen. Leider waren wir zu spät dran und die Plätze waren an den Tagen unser Aufenthalts bereits ausgebucht.

Im Teide Nationalpark

Für den zweiten Tag war der Wetterbericht so gut, dass wir einen Ausflug in den Teide Nationalpark – UNESCO-Welterbe – unternommen haben. Mit 3718 Metern ist der Teide der höchste Berg Spaniens und oft versteckt er sich hinter einer Wolkenschicht. Wir hatten Glück und haben einen Traumtag erwischt mit strahlend blauem Himmel.

Die riesige Caldera „Las Cañadas“ hat einen Durchmesser von ungefähr 17 Kilometern und liegt in einer Höhe von 2.000 – 2.500 Metern.
Gleich beim Parkplatz am Parador sind die berühmten Roques de García, eine erodierte Felsenkette, die mit bizarren Formen in die Höhe ragt. Der bekannteste, der Roque Cinchado, wird auch als „Finger Gottes“ bezeichnet und ist eines der Wahrzeichen Teneriffas.

Es machte Spaß zwischen den Felsen zu spazieren und die Kletterer in der steilen Felswand des La Catedral zu beobachten.

Die anschließende Wanderung Siete Cañadas – Sendero 4 fanden wir dann insgesamt etwas eintönig und sind nach einigen Kilometern wieder umgekehrt.

Obwohl es verlockend war, haben wir auf die Fahrt mit der Seilbahn verzichtet. Die Kabine wird zwar nur zur Hälfte besetzt, trotzdem war uns das Risiko doch zu groß.

Für die Rückfahrt wählten wir das nordwestliche Ende das Nationalparks. Hier führt eine schöne Straße bis nach Puerto de La Cruz, ein atmosphärischer Küstenort mit gemütlichen Plätzen und zahlreichen Restaurants.

Auf der Weiterfahrt stoppten wir noch im Dorf Garachico mit einem hübschen Platz, wo sich gefühlt der ganze Ort versammelt hatte.

Blick auf Garachico

Wanderung Carrizales Mountain Trail

Von Carrizales Alto führt ein schöner Wanderweg rund 4 km ohne große Höhenunterschiede durch die blühenden Felder und am Felsen entlang – dort teilweise auch felsig, eng und steil. Die Aussicht ist einfach beeindruckend.


Leider waren die Tage auf Teneriffa viel zu kurz. Die Landschaft hat mich völlig in den Bann gezogen. Es gibt noch so viel zu entdecken. Das nächste Mal – hoffentlich in Zeiten ohne Corona – nehmen wir uns mehr Zeit für diese wunderschöne Insel. Der April ist für den Teide Nationalpark noch viel schöner, denn da blüht dort alles. Vielleicht im April 2022?

Zu den Reiseberichten La Gomera und Teneriffa im März 2021:
Planung der Reise und Rückblick
Reisebericht über La Gomera

Weitere Reiseberichte:

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