Abschied von Namibia

Für die letzten zwei Tage unserer Reise haben wir noch etwas Entspannung auf schönen Lodges eingeplant. Die 300 km von Namutoni bis zur Otjiwa Lodge führten vorbei am fruchtbaren „Otavi Dreieck“ an den Orten Tsumeb und Otavi. (Zum dritten Ort Grootfontain kamen wir nicht.) Grüne Weiden und Hügel mit Rinderzucht und vielen Schafen bestimmen die Landschaft. Nach den Tagen im trockenen Etosha Nationalpark empfing uns der namibische Frühling mit blühenden Jacaradabäumen und Bougainvilleas.

Otjiwa Lodge

Diese Lodge steht auf der ältesten Wildfarm Namibias mit mehr als 20 Wildarten und ist einfach paradiesisch. Schon die Anfahrt vom Tor durch das weite Areal mit einem großen See vermittelt Entspannung pur. Das Haus und die umliegenden Bereiche sind wunderschön gestaltet.
Wir haben dort einen sehr geruhsamen Nachmittag verbracht, die Springböcke auf der Weide beobachtet und am Abend richtig gut gegessen. Obwohl wir wieder mal die einzigen Gäste waren, gab es ein 3-Gänge-Menü. Auch das reichhaltige Frühstück war sehr liebevoll zubereitet.

Der letzte Tag in Namibia

Da der Rückflug bereits um 8:20 Uhr geht und wir nicht in Windhoek Station machen wollten, hat uns Iwanowski’s Reisen ein Guesthouse in der Nähe des Flughafens empfohlen.
Auf dem Weg dahin legten wir noch einen Stopp beim Holzschnitzermarkt in Okahandja ein (südliches Ortsende). Hier gibt es zahlreiche Stände mit schönen Schnitzereien aus Namibia. Am liebsten hätte ich jedem Standbesitzer etwas abgekauft, denn es sind zurzeit nur wenige Touristen, die hier halten. Obwohl ich sonst leidenschaftlich gerne feilsche, ist es mir richtig schwergefallen und wir haben auch mehr gekauft, als wir eigentlich wollten. Es ist offensichtlich, dass die Menschen hier von der Krise besonders betroffen sind und viele nicht mehr wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen. Selbst an den Ständen werden Masken getragen und Abstand gehalten.

Voigtland Guesthouse

Nur 20 km vom Flughafen ist das Voigtland Guesthouse eine ruhige Oase, umgeben mit Weideflächen und mit Blick in eine hügelige Landschaft. Rund um das Haus gibt es gemütliche Sitzplätze und Liegen, die Zimmer und Bäder sind sehr geschmackvoll ausgestattet. Der perfekte Abschluss unserer Reise in diesem wunderschönen Land.
Auch kulinarisch war das einer der Höhepunkte: Es gab geräuchertes Eland mit Ruccula, Parmesan und Balsamico zur Vorspeise, dann Filet vom Orxy – einfach klasse – und zur Nachspeise Crème Brûlée.
Vielen Dank an die liebenswürdigen Gastgeber Gabi und Stefan.

Beim Holzschnitzermarkt habe ich mir eine schöne Giraffe gekauft, ungefähr 30 cm hoch. Und hier im Guesthouse haben sich Gustav (links) und Sophie (ungefähr je 4 Meter hoch) von mir mit Früchten des Akazienbaums füttern lassen. So nah war ich den wilden Tieren Namibias noch nie auf der Reise.

Die Situation durch COVID-19 in Namibia

Ab morgen (14.10.2020) sind wir wieder in München: in der Risikostadt, deren 7-Tage-Inzidenzwert jetzt bei über 50 liegt. In Namibia liegt dieser Wert seit rund 20 Tagen weit darunter. Trotzdem wird aktuell das Land vom RKI noch als Risikogebiet geführt mit entsprechenden Quarantäne-Auflagen bei der Rückkehr nach Deutschland. Die Schweiz ist da schon weiter: da gelten bei einer Rückkehr aus Namibia keine Quarantäne-Regelungen mehr.

Heute sahen wir in Windhoek entlang der Nelson Mandela Avenue auf dem Weg zum Flughafen zahlreiche Autos geparkt mit #SOStourism, mit denen sonst Touristen durch das Land reisen.

Ich kann nur hoffen, dass die Haltung von so vielen in Deutschland, dass durch Corona reisen unmöglich ist, relativiert bzw. revidiert wird. Es hängt eben entscheidend vom Ziel der Reise ab. Wir hatten hier tolle drei Wochen und finden es großartig und vorbildlich, wie verantwortungsbewusst dieses Land mit COVID-19 umgeht.

AUF WIEDERSEHEN Namibia

Alle Beiträge zur Reise durch Namibia

3 Gedanken zu “Abschied von Namibia

  1. Liebe Petra und Michael,

    Namibia war sicher eine ganz tolle Reise ….. zum Abschluss noch eine tolle Lodge mit wunderschön blühenden Bäumen, genau richtig zum Entspannen und Zurückblicken auf unvergessliche Tage in Namibia.

    Liebe Grüße, vielen Dank für die informativen Kommentare und die super schönen Bilder und guten Heimflug.

    Walter und Brigitte

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